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»Mit der Crespo Foundation möchte ich dazu beitragen, dass Menschen Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten aufbauen, Kreativität entwickeln und ihre Potentiale entfalten. Besonders am Herzen liegen mir Menschen, die sich mit Mut und Engagement den Herausforderungen ihres Lebens stellen, um es selbst zu gestalten. Ich lege großen Wert auf eine umfassende Persönlichkeitsentwicklung. In vielen unserer Projekte spielt darum auch der aktive Umgang mit Kunst und Kultur eine wichtige Rolle. Neben der Förderung besonderer Begabungen sehen wir unsere Aufgabe auch darin, die Geförderten zur Übernahme von Verantwortung zu motivieren. Mit diesem Anspruch begleitet die Crespo Foundation heranwachsende Persönlichkeiten in den entscheidenden Phasen ihrer Entwicklung.« Ulrike Crespo




Die Literaturwerkstatt Berlin heißt jetzt Haus für Poesie!

Der Festakt des 12. Septembers 2016 im Berliner Roten Rathaus

"Es gibt Grenzen. - Aber stimmt das?" fragte der hochdekorierte Dichter >>> Oswald Egger und nahm damit eine Frage auf, die auch wir immer stellen - wenn auch in anderem, weniger poetischem als mehr sozialem Zusammenhang. Aber gehört eines nicht unabdingbar zum anderen?
So setzte Oswald Egger denn auch fort: "Hat alles angefangen damit, dass es Grenzen gibt? Aber das deutsche Wort Grenze ist ein Lehnwort aus dem Slawischen. Dort meint das Wort granitza (idg. spitz, hervorstechen) - wortwörtlich Eiche (...)."
Womit zumindest in der Sprache schon einmal gezeigt ist, wie durchlässig die Grenzen sind und wie abhängig voneinander und aufeinander bezogen unser aller Kulturen. In Wirklichkeit gibt es "das Fremde" nicht. Umso nachdrücklicher unsere Arbeit.

Durch den >>> open mike sind wir mit der Literaturwerkstatt Berlin seit langem verbunden. Immer wieder haben wir ihn hier in den Fokus gestellt, immer wieder an seiner künstlerischen Arbeit teilgenommen und sie gefördert. Da möchten wir der frisch in >>> "Haus für Poesie" umbenannten Literaturwerkstatt auch unsererseits ganz herzlich gratulieren und unsere Achtung für die Arbeit ausdrücken, die dort geleistet wird.

Es war in der Tat ein Festakt, diese Zusammenkunft am frühen Abend des 12. Septembers! Gäste aus vielen Städten waren angereist, auch aus Frankfurt am Main, so der Leiter der Romanfabrik, >>> Michael Hohmann, und viele Dichterinnen und Dichter gaben sich die Hand.

Die Einleitungs- und Begrüßungsworte gab kein geringerer als Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller - und dies, obwohl zu diesem Zeitpunkt noch im Endspurt des Wahlkampfs. Oswald Egger hielt die Erste Berliner Rede zur Poesie, aus der wir oben zitiert haben. Ihr werden nun jährlich weitere folgen - diese erste ist im >>> Wallstein Verlag bereits als Büchlein erschienen.
Es sprach aber selbstverständlich auch der Leiter der Literaturwerkstatt, nunmehr Hauses für Poesie, >>> Thomas Wohlfahrt: "Alle Sprachkritik bemängelt Fehler im politischen System", sagte er in seiner Darstellungsrede.
Worauf wir antworten: "Die sprachlichen Fähigkeiten zu fördern, auszuweiten und zu verbreiten, trägt dazu bei, diese Fehler zu beheben."
Genau das ist unsere Zielsetzung. Nicht nur die sprachlichen, selbstverständlich, sondern die künstlerischen insgesamt. Denn Künste und Persönlichkeitsbildung sind nur verschiedene Seiten desselben Prozesses auf dem Weg in eine freie und gerechte Gesellschaft. Keine Demokratie ohne Emanzipation. Und keine Emanzipation ohne das Fremde als ein eigenes Vertrautes. Fremd oder Nichtfremd sind bedingte Perspektiven...



Die eigenen Chancen erkennen und nutzen - mit SABA

SABA Auftakt- und Verabschiedung
Sonntag, 11. September 2016 im Palmengarten Frankfurt


Der Schauplatz war spektakulär. Riesige Palmen, üppige Vegetation, hoch aus der Kuppel des Palmenhauses gelegentlich auch Vogelschreie, dazwischen die Stuhlreihen für die diesjährige festliche SABA-Zeremonie. Hier im berühmten Frankfurter Palmengarten wird das Kreativprojekt Fotografie für den neuen Jahrgang unserer SABA-Stipendiatinnen stattfinden - doch dazu ein anderes Mal.

Wie immer beim Auftakt für die neuen Stipendiatinnen, der gleichzeitig auch ein Abschied für die »alten« ist, waren die Reihen dicht besetzt - auch die Familien wollten diesen Ehrentag nicht verpassen.
Glückwünsche sind während der Zeremonie wirklich viele zu vergeben: Da sind einerseits die Absolventinnen, die ihren Schulabschluss, oft auch die Zusage für den gewünschten Ausbildungsplatz bereits in der Tasche haben, wenn sie nach vorne treten, um ihre Zertifikate aus den Händen der Stifterin entgegenzunehmen. Während sich andererseits »die Neuen« an diesem Tag zum ersten Mal als Gruppe begegnen...
Ebenfalls ein großer Moment.
Zu den Absolventinnen gehört Maria Khan, die bei ihrer Rede einen dieser Sätze sagte, die so umwerfend gut zu SABA passen:
»Wenn man es träumen kann, kann man es auch tun.«
Was die junge Frau längst bewiesen hat. Vor sechs Jahren mit ihrem Mann aus Pakistan eingewandert, hatte sie als gute Schülerin große Pläne für ihre Zukunft in Deutschland. Doch bereits nach einem Jahr sprach sich der Mann an ihrer Seite gegen die Schule aus, die sie hier besuchte. Maria Khan, damals siebzehn, kam seinem Wunsch nach - allerdings nur vorübergehend. Sie ließ sich scheiden, holte an der Volkshochschule ihren Hauptschulabschluss nach, erreichte anschließend als SABA-Stipendiatin auch den Realschulabschluss und hat nun einen Ausbildungsplatz zur Radiologieassistentin.

Die Energie und das Durchhaltevermögen der jungen Frau sind charakteristisch für alle unsere Stipendiatinnen. Kein Wunder also, dass auch die Freunde und Förderer des Programms zahlreich zu unserer jährlichen Zeremonie erscheinen - ein Tag mit so viel Stolz auf die eigene Bildungsleistung setzt einfach die richtigen Signale zur richtigen Zeit. Oder, um es mit den Worten Konrad v. Bethmanns zu sagen, dessen >>> Stiftung Niederländische Gemeinde Augsburger Confession zu den Förderern von SABA zählt:
»Die Stärkung der Frauen, insbesondere der Mütter, durch das Lebenselixier unserer modernen Welt, der Bildung, wirkt sich nicht nur enorm positiv auf die unmittelbar Betroffenen aus, sondern kann ihre Position in der Familie neu definieren und strahlt auf alle anderen Familienmitglieder ab. Ein tolles Konzept!«
Auch diese Sätze - wie so viele andere, die an diesem Tag ausgesprochen wurden - haben gewiss viele Anwesende im Geiste sofort unterschrieben. Wir natürlich ebenfalls.

Mehr zu SABA erfahren Sie >>> hier.



Foto:

©Haus für Poesie, Berlin

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